Story

Story

Story selbst (:

Hier die Story:


Der Schock

 

 

Das Blut tropfte den Kessel herunter, ein eisiger Windzug flog in die offen stehende Tür, und die Uhr tickte und tickte.

„Das Nachtmagazin mit diesen Themen: Ein Fluch über Mr. Nox, viele erschütternde Erdbeben in Beverly Hills…“ doch plötzlich ein Knall und der Fernseher ging aus.

“Jacky? Jacky! Hast du den Fernseher angelassen?“ die zerzauste Mutter von Jacky hielt inne, als sie den verbluteten Kessel ihrer alten Großmutter sah.

„ Jacky…“ sie nickte ein...

 

 

...“Mama! Du bist ja überall mit Blut beschmiert.“ Jacky nahm die blutbeschmierte Decke und legte sie beiseite. Sie knipste das Licht an. Und schon sprang die Glühbirne in tausende Scherben. Jacky wohnt mit ihrer Mutter in einer kleinen Hütte in einer kleinen Stadt in den USA. Ihre Mutter ist alleinerziehend, denn ihr Vater ist vor vielen Jahren gestorben (vom Rauchen). Auf den Türklingelschild steht ‚Family Montgomery und wenn man draufdrückt ertönt ein ödes ‚ding, dang, dong‘ und tatsächlich, es klingelt mal wieder in der Maple-Stell st. 15. Es war zwar noch morgens um 5, doch Jacky war schon wach und öffnete die Tür.

„ Guten Morgen. Wir sind vom BBC und haben eine Frage.“ ‚BBC, der bekannteste Fernsehkanal USA´s. “Ähm?“ Jacky hatte keine Ahnung was sie sagen sollte.

„Wir möchten nur wissen, wer hier diese Nacht ermordet worden ist.“

„Moment, diese Nacht ist jemand genau hier ermordet worden? ´Tschuldigung, aber ich glaube, sie haben sich bei der Hausnummer vertan.“ Ahnungslos stand sie vor der Tür.

„Lassen sie uns doch reinschauen.“

„ Keinesfalls!“ langsam wurde Jacky patzig und ziemlich genervt von den Journalisten des BBC´s. „Bitte gehen Sie jetzt!“ sie schlug sofort die Tür zu und ging ins Wohnzimmer um nach ihrer Mutter zuschauen. ‚Vielleicht wurde Mum diese Nacht ermordet? Oder BBC hat bei wer falschem geklingelt! ‘ Nachdenklich setzte sie sich auf die Couch, wo ihre Mum tief und fest schlief, streichte ihre Haare aus dem Gesicht und schaltete den Fernseher an:

„Heute Morgenmagazin mit diesen Themen: Der unaufgeklärte Mord an einem Unbekannten in der Maple-Stell st. 15, ...“

„Oh man!“, schnell schaltete sie den Fernseher aus „hier ist kein Mord gewesen!“

 

Langsam wurde es spät und Jacky wusste immer noch nicht, was hier los war. Inzwischen aber wusste ihre Mutter auch von dem angeblichen Mord in ihrem eigenen Haus Bescheid, doch auch nicht, wer wen ermordet haben sollte.

„Ich bin mir sicher, wenn ich noch zur Schule gehen würde, würde ich als Mörderin bezeichnet werden!“ Jacky war 14 und hatte schon die Schule abgebrochen, weil sonst sich keiner um ihre Mutter gekümmert hätte (sie hat eine schwere Krankheit).

„Achja Mum“, begann Jacky zitternd zusagen

„dieser Mord...“, sie machte eine Pause

„...als ich ins Wohnzimmer kam...“

„da lag ich auf der Couch, ich weiß."

„Nein, nicht nur das, die Decke war mit Blut bespritzt!“

 

Jackys Mum stand gerade vor dem Spiegel, als Jacky meinte:

„aber, wieso war den alles mit Blut beschmiert? Hier muss ein Mord gewesen sein!“

„Jacky, lass uns den Vorfall doch einfach vergessen.“ Überlegend drehte Jacky sich um.

„Mum! Wir können das nicht einfach vergessen!“

„Jacky! Ich muss los!“ Jacky Mum legte den Lippenstift beiseite und lief in die Küche.

„Du willst mich doch jetzt nicht allein lassen?! Wenn der Mörder wieder kommt?!“

„Hier ist kein Mörder! Jacky, komm‘ wieder bei Sinne!“ sie machte die Tür auf und verschwand dahinter. „Na toll!“ sauer lief Jacky in ihr Zimmer, schmollend legte sie sich aufs Bett und überlegte.

„Was, wenn Mum die Mörderin ist, und deshalb nicht darüber reden will.“ Sie überlegte noch lange, doch dann fiel sie in einen Traum- einen schlechten Traum.

 

„Mum! Mum!“ rief Jacky ihrer Mum zu.

„Was ist Jacky?“ genervt servierte sie das Frühstuck auf den Tisch.

„Ich hab‘ heute geträumt, dass hier wieder ein Mord passiert war. Und wirklich ich hab‘ Todesschreie gehört!“

„Jacky, das bildest du dir alles nur ein! So aufgebracht wie du bist, ist es doch klar, dass du Todesschreie in deiner Vorstellung hörst!“

„Langsam nervt es Mum! Ich stell diese Nacht hier Kameras auf!“ wutentbrannt setzte sie sich auf den Küchenstuhl.

„Langsam reicht es mit dir! Ich weise dich bald in die Psychiatrie ein!“ Jacky Mum war spürbar sehr genervt und aggressiv von diesem Thema geworden.

„Mum, sag mal, hast du nicht etwa was mit den Mord zu tun?!“ zurück tuckend stand Jacky vor ihrer Mum, der es jetzt zu weit ging:

„Geht’s noch?! Mich jetzt zu beschuldigen?! Jetzt reicht es, Jacky. Pack deine Sachen und geh!“ man sah, Tränen in den Augen schloss sie die Tür hinter sich und schnaufte leise:

„Danke Mum“.

 

Immer noch vor der Haustür des eigenen Haus sitzend nahm Jacky ihr Handy aus der Tasche und surfte im Internet

‚Was soll ich machen? Klingeln? Die macht ja eh nicht auf! ‘ dachte Jacky, doch plötzlich, es ging die Tür auf.

„Jacky, komm‘ rein. Du erfrierst ja noch.“ Langsam zog Jackys Mutter sie ins Haus.

„Danke Mum. Aber ich glaub ich hab‘ mir eine Erkältung geholt.“ Hustend betritt sie das Haus.

„Trink ein Schluck“ bat ihre Mutter ihr an. „aber dieser Mord...“

„Fang jetzt nicht wieder damit an!“

„Okay Mum, aber...“ Jacky schaute ihre Mum an.

„Nichts ‚aber‘!“ schrie ihre Mutter

„Okay, ich reiß mich zusammen!“ schmollend trank sie den Saft und lief in ihr Zimmer. Sie setzte sich an ihr Laptop und machte ihn an. Komischerweise hatte sie eine neue E-Mail, von einem Absender, den sie noch gar nicht kannte. ‚Bitte gib‘ mir die Adresse deines Vaters. ‘E-Mail Adresse: [email protected]. „ByGoldenSkys? Das muss ich mal Googlen.“ Sofort gab sie: ‚By Golen Skys‘ in die Suchmaschine ein. *LOADING* und das ging ganze Zeit so weiter. Doch plötzlich *BOOM* und der Laptop ging aus.

„Oh Mist!“ fluchte Jacky leise.

 

 

‚Ich werde dich umbringen!

„Aaaahh!“ Jacky wachte gerade von ihrem Traum auf und sah auf den Wecker. 2:48 Uhr, sie legte ihre Bettdecke beiseite und streckte sich. Draußen war es stockdunkel, deshalb knipste sie ihre Taschenlampe an und stand auf. Leise schlich sie die Treppe runter. Als sie im Wohnzimmer ankam war sie geschockt. Die ganze Tischdecke war mit Blut befleckt, doch von einer Menschenseele war keine Spur. Schnell rannte sie zurück in den Flur und schlich die Treppe hoch. Sie schlug ihre Zimmertür hinter sich zu und setzte sich zurück aufs Bett.

„Hier wurde wieder jemand ermordet.“ Überlegend legte sie sich hin, starrte an die Zimmerdecke und dachte nach.

„Wer ermordet hier wen?“ Ein letzter Blick auf die Uhr sagte ihr, sie muss weiter schlafen. Und dann fielen ihr auch schon die Augen zu.

 

„Mum“, Jacky war seit einer Stunde schon wach, hatte aber ihrer Mutter noch nicht von der blutbeschmierten Tischdecke dieser Nacht erzählt

„Heute Nacht, da war die Tischdecke mit Blut beschmiert!“

„Jacky, wie willst du das wissen?“ meinte ihre Mutter.

„Ähm ja, ich war heute Nacht wach und hab‘ geschaut.“

„Oh  Jacky, du weißt, dass ich dann denke hier wäre ein Einbrecher!“

„Und? Hast du das gedacht?! Du lässt mich ja  nicht mal nachgucken, ob sie noch beschmiert ist!“

„Jacky! Tu nicht auf Besserwisserin!“ beleidigt lief Jacky zu Richtung Tür.

„Jacky? Wo willst du hin? Es gibt gleich Essen.“ Ihre Mutter schaute ihr noch hinterher, doch dann war Jacky weg.

 

„Schau doch nochmal in dein Postfach.“, Jacky war bei ihrer besten Freundin Liza, die sich tierisch sorgen um Jacky machte

„Vielleicht hast du noch so eine E-Mail?“

„Schau!“ Jacky hatte ihr Postfach geöffnet und eine neue E-Mail von [email protected] war eingetroffen.

‚Wenn du sie uns nicht gibst, werden noch mehr Mordfälle sein. ‘

„Oh Gott, hat dein Dad  etwa was mit den Morden zu tun?“

„Liza, du weißt doch mein Vater ist tot!“ Jacky zitterte, wenn ihr Vater denn noch Leben würde, warum meinte ihre Mum, er wäre tot?

„Jacky, was wenn dein Vater der Mörder ist?!“ Liza war immer noch am überlegen, als Jacky flüsterte: „Liza, mach dir darüber kein Kopf. Es ist meine Angelegenheit.“ Und schon war Jacky fast aus der Tür raus, da meinte Liza:

„Jacky, ich bin deine beste Freundin, da mach‘ ich mir auch Sorgen.“, doch Jacky war schon verschwunden.

 

Die Tür flog auf und die zerzauste Jacky kam herein. Sie zig ihre Jacke aus, putzte ihre Schuhe ab und zog sie anschließend aus. Jubeln kam aus dem Wohnzimmer, natürlich, der Fernseher.

„Mum“ begann Jacky, aber sie wurde unterbrochen:

„Jacky, wir fliegen heute Abend in Urlaub. Ich hab‘ eine Reise nach Frankreich gebucht!" freudestrahlend sprang ihre Mutter aus der Küche, die natürlich wie immer am Kochen war.

„Mum, das ist toll. Aber...“

„Was ‚aber‘? Es ist doch schön nach Paris zufliegen, für ganze zwei Wochen!“

„Nach Paris?! Wow Danke Mum, aber...“ und schon wieder wurde Jacky von ihrer Mutter unterbrochen: „Nix ‚aber‘, pack deine Sachen, wir haben nur noch zwei Stunden Zeit!“ sie zeigte auf ihren vollgepackten Koffer und lächelte Jacky an. Jacky lief in ihr Zimmer, holte ihren Koffer aus dem Schrank und schmiss das Nötigste hinein.

 

„Hast du dein Handy? Und deine Lesebrille?“ ihre Mum war außer sich, weil sie seit Jahren nicht mehr geflogen war.

„Ach ja Jacky...“ stolz drehte sie sich um.

„Was Mum?“

„Jacky, ich hab‘ da ein Interview bei ‚FML‘.“ Jacky runzelte sich:

“Ein Interview? Über die Morde?“ ihre Mum hatte noch nie ein Interview gehabt, und dann wohl über dieses dramatische Thema.

„Nein, ich meine ja. Also ich wird‘ mich so äußern, wie bei dir.“ Ihre Mutter war zu stolz, um das Jacky ihr die Stimmung verderben wollte.

„Der Flug nach Paris startet in zehn Minuten.“ „In zehn Minuten schon! Komm‘  beeil dich Mum!“ schnell packten sie ihre Koffer auf den Rollwagen und schoben ihn in die Warteschlange. Jacky war aufgeregt, denn sie ist noch nie geflogen.

„Mum, wie ist es zufliegen?“ Jacky war misstrauisch, was wenn das Flugzeug abstürzt?

„Jacky, nimm ein Anti-Flugangst-bubblegum.“

„Mum, ich hab‘ keine Flugangst, nur wenn das Flugzeug abstürzt?“ „Das ist Flugangst. Komm’ los ab in den Flieger.“ Protestierend stieg Jacky in den Flieger und ihre Mutter hinterher.

 

„In einer halben Stunde landet der Flieger.“ Jackys Mutter war inzwischen eingeschlafen, aber Jacky konnte nicht schlafen. Sie wollte zu sehr wissen, was nun in ihrem Haus vorging. Würden erneute Mord-Fälle geschehen? Es schepperte.

„Mum! Mum! Das Flugzeug stürzt ab!“ aufgeregt rüttelte sie an ihrer Mutter. Ihre Mum meinte jedoch: „Jacky, es landet.“ Müde vom Schlafen streckte und gähnte sie sich.

„Was? Wir sind schon in Paris?!“

„Ja! Willkommen in der Stadt der Mode!“ außer sich riefen Passagiere durch einander.

„Wir sind in Paris!“ ein freudeschrei schellte durch den Flieger.

„Los Jacky. Lass uns unsere Koffer holen.“ Jackys Mutter war aufgestanden, als das Flugzeug landete. Sie holten ihre Koffer ab und rollten sie über die Straße bis hin zu einem Hotel in dem sie die Zeit verbringen werden.

„Wir hatten gebucht.“ Sie standen vor der Rezeption des Hotels.

„Ihr Name?“ fragte die Hotelfachfrau.

„Montgomery“

„Zimmer Nummer 422. Hier sind die Schlüssel.“ Sie überreichte ihnen die Schlüssel und zeigte ihnen den Fahrstuhl.

„422? Wie viele Zimmer gibt es denn?“ Jacky war überrascht, sie hätte nicht gedacht, dass es so viele Zimmer geben würde.

„Ich hab‘ auf der Homepage gelesen, es gäbe über 500.“ Der Fahrstuhl war im 6ten Stock angekommen. Sie sahen den mehr als großen Flur und die Zimmertüren mit Aufschriften wie: 430, *420*, 4Hotelprivat und auch 422.

 

Jacky legte sich auf ihr Bett. Sie machte ihre Augen zu und sah ihr Haus. Sie musste einfach daran denken. Was würde dort nun passieren?! Diese Frage stellte sie sich einfach zu oft, um dass sie an was anderes denken konnte.

„Hey Jacky. Was ist los, wieso liegst du auf dein Bett?“ ihre Mutter kam herein geplatzt.

„Ich bin erschöpft vom Flug.“ Log Jacky um keinen Streit anzufangen. In Wirklichkeit wollte sie einfach nur Zuhause sein, zu wissen was dort passiert und neue Pläne schmieden (was hier nicht funktionierte, weil sie dauernd gestört wurde).

„Hier, ich hab‘ ein Apfelkuchen gebacken.“ Sie bat ihrer Tochter ein Stück an.

‚Natürlich, sie muss gleich wieder die Küche ausprobieren‘ dachte Jacky sich, lächelte und nahm ein Stück vom Blech (was ihre Mutter ihr immer noch hinhielt).Sie war wieder in der Küche verschwunden. „Bestimmt kocht sie sich jetzt ein Kaffee.“ Schmunzelte sie in ihr Kopfkissen. Doch ihr kamen die Gedanken wieder. Sie griff nach der Fernbedienung und drückte auf einen runden, roten Knopf. Der Fernseher sprang an:

„... mehr News über das Mord-Unglück nahe Beverly Hills findet ihr unter www.FML.com/BeverlyHills...“ Schnell nahm Jacky ihren Laptop, der inzwischen wieder funktionierte und gab den Link ein. Es dauerte ein paar Minuten, bis er öffnete (die Verbindung zum Internet war nicht gerade die beste). Eine wahre Enttäuschung. Es stand nicht viel mehr drin‘ als sie schon wusste.

 

„Mum? Wo bist du?“

„Jacky ich bin im Bad“, ein roter Haarschopf war im Türspalt zusehen

„aber ich muss gleich los.“ Jacky konnte es schon ahnen: zu dem Interview, aber sie sagte lieber nichts.

„Ich bin dann auch weg.“

„Okay.“ Jacky schlenderte in die Küche, nahm ein Stück Apfelkuchen, der zwar schon ein bisschen komisch schmeckte, aber es war das einzige zum Essen in der Gegend. Sie schaltete den Fernseher an (mit der Hoffnung neues über die Morde zu erfahren), doch es lief nur eine langweilige Talkshow. Müde warf sie sich aufs Bett und schaute.

„Werbepause“, die waren noch langweiliger als diese Show. Sie schaltete hin und her, bis sie den Sender ‚FML‘ fand.

„Hallo und Herzlich Willkommen hier live aus dem Narichtenstudio FML ‚France Momente des Lebens‘ heute mit Tascha Montgomery, der Frau mit dem Haus der Morde. Wir Interviewen sie gleich nach einer kurzen Pause.

„Werbepause!“ murmelte Jacky. Nach fünf Minuten ging es dann weiter.

„Willkommen zurück! Und jetzt das Interview“, der Moderator machte eine Pause und drehte sich zu Jackys Mutter rüber.

„Nun, Miss Montgomery, haben sie einen Mord mitgekriegt?“ Tascha Montgomery nahm sich ihr Glas Wasser, was auf den hölzernen Tisch stand.

„Wissen Sie Sir, ich werde keinen Mord in meinem Haus miterleben können, daher ich meine das wird nur gesagt um mich und meine Tochter schlecht zu machen. Sir, in meinem Haus war, ist und wird kein Mord geschehen.“ Das Interview lief noch lange weiter, bis in die Nacht, als Jackys Mutter nachhause kam. „Wahrscheinlich lästern die jetzt über mich.“ Flüsterte sie als sie ins Bett ging. Jacky schlief inzwischen schon und wahre stille tritt ein. Eine Feder könnte man hören, so still war es.

 

 

Es war schon hell draußen, doch immer noch still. Tascha Montgomery stand auf, machte ein Fenster auf und lies einen kalten Windzug herein. Doch schon plätscherten Hagelkörner in das Hotelzimmer. Schnell schloss sie es wieder und machte zwei Kakaos zum Frühstück.

„Jacky!“, rief sie leise in ihr Zimmer „Aufstehen, es ist schon hell draußen.“ Ein leises Murmeln bekam sie zurück:

„Ich steh‘ gleich auf.“ Und dann ging es wieder los. Gekrempel konnte man aus ihren Zimmer hören (sie suchte wahrscheinlich wieder ihre Hausschuhe) und kam sie später verstrubbelt in das kleine Wohnzimmer.

„Wie spät ist es denn schon?“ sie nahm ihr Haargummi vom Handgelenk und machte einen Pferdeschwanz aus ihren Haaren.

„Viertel vor zehn.“ Antwortete ihre Mutter. Müdes Gelaber brachte Jacky hervor, doch dann fragte sie:

„Wir war das Interview gestern?“

„Och ja, wie soll es gewesen sein, die haben alle genauso schockiert geantwortet wie du.“

„Hmm, naja. Lass uns einfach die Tage in Paris kosten“, meinte Jacky „Wie wär’s nach dem Frühstuck in die Stadt zufahren?“

„Gute Idee.“ Lächelte ihre Mutter sie an. Nach dem Essen lief Jacky in ihr Zimmer. Ihr Handy klingelte. Es rief eine vertraute Person an: Liza.

„Hi Jacky. Deine Mutter hat sich gestern aber ganz schön blamiert“

„Wie meinst du das Liza? Hast du das Interview auch geschaut?“

„Ja klar! Aber hast du mittlerweile diese Firma gegooglet?“ einen Moment lang war stille:

„Dann mach’s!“ forderte Liza Jacky auf. Kurzdarauf nahm sich Jacky ihr Laptop und googlte...

„Eine Spionage-Firma! Liza wach auf! Wieso will eine Spionage-Firma die Adresse meines toten dad‘s?“ Jacky war gespannt auf die Antwort ihrer Freundin, doch dann:

„Jacky, bist du fertig?“

„Ja Mum.“ Sie steckte ihr Handy in die Tasche und ging mit ihrer Mutter fort.

 

 

 

Arabische Vergangenheit

 

„Ich Halts hier nicht mehr aus, Jacky! Hast du die Leute gehört: ‘Guck mal, die verrückte‘!“

„Mum!“

„Ja was? Komm‘ ich buch‘ ein Flug zurück nach Hause!“

„Das kannst du doch jetzt nicht machen?!“ Jacky war sichtlich empört, über das Verhalten ihrer Mutter.

„Doch, lass uns die Koffer packen, ich kann mich hier nicht mehr blicken lassen!“

Und schon waren die Koffer gepackt und im Flieger verstaut.

„Ich wäre so gern in Paris geblieben“, schmollte Jacky

„Nicht mal ein Andenken habe ich“

„Jacky, wir fliegen irgendwann nochmal nach dort“ ihre Mutter versuchte sie aufzumuntern, was aber nichts Wirkliches brachte. Sie stiegen nach einer weiteren halben Stunde in den Flieger und suchten ihren Platz. Dieses Mal konnte Jacky auch schlafen, weil sie die Aufregung schon fast vergaß, bis-

„ring ring“ ihr Handy klingelte. Es war Jackys beste Freundin Liza. Nach vielen ungemütlichen Bewegungen hatte sie ihr Handy in der Hand:

„Hey! Du hattest aufgelegt!“ Liza war außer sich.

„Sorry Liza. Ich hab‘ gerade geschlafen. Wir sind auf den Rückflug.“

„Waaaaaaas?!“ hysterisch wartete Liza auf eine Antwort.

„Ja Liza, sie hat sich wirklich ganz schön blamiert.“

„Oh man! Also fliegt ihr wieder nachhause?“ schockiert presste sie den Hörer ganz an ihr Ohr.

„Ja, darf ich bitte weiterschlafen?“ Jacky nahm sich ihr Kissen und legte es zurecht.

„Ja klar“ Liza hatte aufgelegt.

 

Das Flugzeug landete und alle Passagiere stiegen aus. Jacky, das braunblond haarige Mädchen holte sofort ihren Koffer und wartete auf ihre Mutter. Sie kam dann auch.

„So, jetzt erst mal nachhause“ meinte sie. Wir nahmen einen Bus und stiegen bei der Haltestelle aus, die nah bei unsrem Haus liegt. Noch ein paar Meter, dann darüber auch ein wenig traurig war. Sie schlossen die Haustür auf, doch als die waren sie endlich wieder zuhause, auch wenn Jacky das Haus betreten war alles ungewohnt. Die Gemälde waren durch Bilder mit Blutflecken ersetzt. Und das nicht alles: Im Wohnzimmer war überall getrocknetes Blut. Was war in den Tagen hier passiert? Keiner konnte sich was erklären.

„Was soll das?“ Jacky war aufgelöst. Doch dann fand sie einen Brief auf der Fußmatte. Sie öffnete ihn. Dort drin stand:

 

„Liebe Familie Montgomery,

Wie wissen nicht was hier los ist, aber damit wir uns mit ihnen zusammensetzten können brauchen wir die Adresse ihres Mannes/Vaters.

Wir hoffen auf eine Antwort“

 

Der Absender war wie auch bei den E-Mails ‚By Golden Skys-Firma.

 

 

Nach einer Weile kam Jacky mit dem Brief ins Wohnzimmer und fragte:

„Mum, ein Brief ist gekommen. Möchtest du ihn lesen? Ich hab ihn schon geöffnet.“

„Ja, lass mal schauen.“ Ihre Mutter nahm ihr den Brief ab, zögerte nicht lange und lies ihn. Sie war auch sehr verwundert. Was will diese Spionage-Firma von Jackys Vater?

„Mum, was hat dieser Brief zu bedeuten?“ Jacky ließ sich auf dem Sofa neben ihrer Mutter nieder. Sie schaute ihre Mutter an.

„Ähmm, Jacky, dein Vater...“

„Was mein Vater?“

„Dein Vater, ähmm, wie soll ich es sagen...Er...“

„Was ‚Er‘?“ Jacky wollte endlich wissen, was hier los war.“

„Ach, Jacky. Ich muss los!“ Und dann zog sie sich ihre Schuhe an und war weg.

‚Na toll! ‘, dachte sie sich ‚Jetzt bin ich kein Schritt weiter! ‘

Jacky machte sich kurze Zeit später den Fernseher an. Zum Glück liefen gerade keine Narichten, sonst wäre Jacky noch durchgedreht. Es lief ihre Lieblingssendung: Trouble in life. In der Sendung ging es um Leben mit Hindernissen. Aber sie war ja selbst in so etwas verwickelt, deshalb schaltete sie aus und holte sich eine Limo, schlenderte in ihr Zimmer und rief Liza an. Die Mailbox ging an:

„Hi Liza. Ich will nur, dass du auf den neuesten Stand bist: Wir haben jetzt einen Brief von der Firma bekommen und Mum wollte was über meinen Vater sagen, aber nichts hat sie herausgebracht.“ Sie legte wieder auf. Es wurde langsam spät, deshalb rannte sie in die Küche, schmierte sich ein Brot, aß es und machte das übliche wie sonst auch immer.  Sie ging schlafen und deckte sich mit ihrer hellgrünen Decke zu. Aber sie konnte nicht. Ihre Mutter war noch nicht da und sie wollte wissen, ob ihr Vater noch lebt (was eigentlich doch eindeutlich war).  Seit Tagen, oder auch Wochen war das, das einzige Thema was sie interessierte: Was ging in ihrem Haus vor? Aber dann schlief sie doch ein. Ihre Mutter kam jedoch nicht nachhause. Wo war sie? Diese Frage blieb auch erstmals nur eine Frage.

 

Erst am nächsten Mittag kam Jackys Mutter wieder zurück. Jacky fragte sich wo sie war. Aber von alleine sagte ihre Mutter nicht wo sie war. Also fragte sie:

„Mum, wo warst du?“

„Ich?... Ähmm ich war...“ sie sprach nicht weiter. Aber dann sagte sie:

„Ich war spazieren.“

„So lange? Niemals!“ Jacky war sichtlich aufgebracht. Sie wollte die Wahrheit wissen. Doch ihre Mutter ging ihr aus dem Weg. Was war los? Wieso vermied sie immer das Gespräch mit Jacky? Alles war nur noch eine Frage. Man konnte meine Jackys leben war nur noch eine Frage, doch dann bekam sie ein Anruf:

„Hi Jacky!!!“, es war wie immer Liza, die so aufgebracht schrie „was‘ los?“ man konnte die Verzweiflung in Jackys Stimme hören:

„Mum, geht mir seit dem Gespräch über den Brief aus dem weg. Das muss doch was bedeuten? Oder?“

„Ja Jacky, ich glaub...“ Liza war nervös.

„Was glaubst du?“ Jacky wollte eine Antwort.

„Dein Vater lebt noch und ist der Mörder.“

„Hab ich mir auch schon überlegt...“ Doch dann hatte Liza ohne ein weiteres Wort aufgelegt. Jacky war verletzt, wenn Liza sie jetzt auch noch allein lassen würde, was wäre dann? Ihr Leben war wirklich nur noch wie eine einzige Frage...

 

 

Jacky wachte am nächsten Morgen schon sehr früh auf und nahm ihren Laptop zur Hand. Es war mystisch still im Zimmer und gar auch im ganzen Haus. Aber sie wollte nur wissen, ob wieder gemordet wurde. Doch sie traute sich nicht aufzustehen und ins Wohnzimmer zugehen. Deswegen googlete sie die Morde noch einmal nach. Jedoch fand sie keine weiteren Hinweise auf einen Mörder. Sie ließ sich alles von Anfang an nochmal in den Kopf kommen. Jacky konnte sich auch nicht erklären, wie BBC und co. Schon wusste dass hier ein Mord damals war. Sie checkte ihre E-Mails ab, doch keine neue von ‚ByGoldenSkys‘. Ihre Sucht nach der Wahrheit brachte sie noch um. Aber sie musste die Wahrheit heraus finden- Egal wie! Sie hoffte, dass ihre Mutter auch endlich zur Vernunft kommen würde und die nächsten Tage, Wochen oder Monate mit ihr gemeinsam durchstehen wird. Doch ihre Mutter ging ihr einfach eiskalt immer aus dem Weg. Irgendwas musste doch nicht stimmen und war es auch. Irgendwas stimmte hier überhaupt nicht.

 

 

Es konnte nicht sein. Ihre Mutter hat den ganzen Tag heute kaum ein Wort mit Jacky geredet. Wirklich, es waren nur knab 4 Sätze und das war wirklich nicht nochmal. Als Jacky dann am Abend sich wieder in ihr Bett legte und die blauen Wände ansah bekam sie ein ganz mulmiges Gefühl. Es war ein wirklich schreckliches Gefühl. Da nahm sie sich wieder ihren Laptop und googlete noch einmal diese E-Mail Adresse. Sie fand eine Seite, wo erklärt wird, wofür die Wörter stehen.

„By steht für bei, klar logisch.“, Sie ließ weiter

„Golden soll für Goldregen. Also Geldregen. Und Skys freier. Also Bei freien Geldregen. Die haben es alle immer nur aufs Geld abgesehen.“ Wütend schlug sie ihren Laptop zu und legte ihn weg. Sie brauchte jemanden zum Reden, also rief sie Liza an.

„Hey Liza.“

„Hi Jacky.“

„Ich hab nochmal gegooglet, By Golden Skys steht für: Bei freien Geldregen! Hör dir das an! Alle wollen nur das Geld!“

„Naja, sieh es mal so: Sie wollen euch aber auch helfen, und das kostenlos und ohne Anfrage.“ Liza hatte immer die besten Erklärungen und dafür war Jacky einfach nur tausendmal danke:

„Stimmt“ Jacky konnte wieder lächeln.

„Du Jacky, wir reden ein andermal, ich muss los!“ und wieder war Jacky allein.

 

 

„Guten Morgen Mum.“ Jacky kam gerade die Treppe runter und sah ihre Mum an, die gerade etwas in eine Schublade versteckte und sie abschließt. Jacky war noch zu Müde um wirklich zu merken, dass sie was versteckt hat.

„Guten Morgen Jacky. Komm ich hab schon Frühstück gemacht.“ Beide liefen in die Küche, die von glänzendem rotem Fließen befließt war. Es gab Toast mit Marmelade. Lecker, wie Jacky fand.

„Ähmm Mum, was ist denn jetzt mit meinem Dad?“ Jacky sah sie verwirrt an.

„Naja, die wahre Geschichte ist: Dein Vater hat sich umgebracht, er war unglücklich...“

„Wieso?“ wollte Jacky wissen.

„Er war ein Drogen Junkie, und hat, wenn er unter Drogen war gemordet, mit seinen Komplizen. Er hat sich noch bevor du auf der Welt warst umgebracht, er wollte kein Vater sein, der im Knast sitzt.“ Jacky brach in Tränen aus. Ihr Vater war wohl mehrfacherer Mörder. Schon die Vorstellung war schlimm.

„Und wieso erzählst du das erst jetzt?“ Jacky war der Appetit verdorben.

„Früher warst du noch zu klein...“

 

 

Am Abend hatte Jacky sich wieder beruhigt. Es war trotzdem ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. Sie hatte Liza gebeten zu ihr zukommen und zum Glück ist sie auch gekommen. Sie unterhielten sich, über das, was Jackys Mutter ihr erzählt hatte. Doch dann erinnerte Jacky sich, wie ihre Mutter etwas in den Schrank versteckte. Nun war es die beste Gelegenheit zuschauen, was es war, denn ihre Mutter war weg.

„Liza, heute Morgen hatte meine Mutter etwas in den Schrank im Flur eingeschlossen und den Schlüssel in eine Blumenvase verschwinden lassen. Wollen wir mal schauen was es war?“ Jacky stand auf, als Liza nickte. Sie liefen in den Flur. Liza griff in die Blumenvase neben den Schrank und holte einen Bronzenen Schlüssel für den alten Schrank heraus.

„Los, schließ auf.“ Meinte Jacky. Und dann war auch schon die Schublade auf. Sie holten etwas raus, es war wie eine stinknormales Blattpapier, aber beim näheren Hinsehen sahen sie etwas- naja komisches...

 

 

...doch in diesen Moment kam Jackys Mutter die Tür rein.

„Ähmm, was macht ihr da?“ fragte ihre Mutter schließlich, als sie sie ein paar Minuten beobachte.

„Ich hab nur was gesucht.“ log Jacky, griff nach dem Papier und folgte Liza in ihr Zimmer. Ihre Mutter machte die Schubladen zu, wie als hätte sie vergessen, dass sie dort etwas versteckte.

„Los. Was steht auf den Papier?“ Liza schaute über Jackys Schulter. Es war ihr unangenehm, gegenüber Jackys Mutter zu lügen. Sie hoffte es würde nicht auffliegen.

„Keine Ahnung, da steht etwas mit, du siehst ja andren Buchstaben.“ Diese Buchstaben waren kaum mit ei paar Strichen zu verwechseln.

„Warte mal, ich glaube es ist, ähmm...“

„Ähmm? Was?“

„Arabisch oder so...“

„Aber wie sollen hier Arabische unterlagen hinkommen?“, Jacky war verzweifelt, sollten sie die Suche nach dem wahren Mörder denn aufgeben? Oder die Sache mit ihren Vater, sollten sie an einer Arabischen Unterlage scheitern?

„Warte mal, du hast doch einen Übersetzor zuhause, oder?“

„Nein, ja. Er ist kaputt.“ Ein Übersetzor war eine Maschine, in der man alle möglichen Buchstaben eingeben konnte, und es wurde dann in Deutsch (oder einer anderen Sprache) übersetzt. Lizas Vater hatte es auf einen Schwarzmarkt in Paris gekauft und es Liza für die Schule geschenkt, doch er ist vor ein paar Wochen kaputt gegangen.

„Wie sollen wir dann vorgehen?“ fragte Jacky.

„Keine Ahnung.“ Ratlos setzte sie sich auf Jackys Schreibtischstuhl.

 

 

Der nächste Tag war ganz normal, wie er schien. Aber was war eigentlich mit dem Brief von ByGoldenSkys? Was hat Jackys Mutter damit gemacht? Es kamen ja auch fast jeden Tag ungewöhnliche Briefe mit der Post. Aber bis Jacky mal Zeit hatte einen zu öffnen hatte ihre Mutter sie wieder ins Zimmer geschickt und ihr die Briefe weggenommen. Vielleicht sollte sie es doch einfach vergessen, so wie es ihre Mutter von Anfang an gesagt hatte, aber es passierten ja trotzdem Morde. Es war alles viel zu kompliziert. Doch dann:

„ring, ring“ es klingelte das Telefon. Daher ihre Mutter gerade Einkaufen war musste sie ran gehen.

„Hallo?“ Der Typ am anderen Ende der Leitung laberte etwas, was Jacky nicht verstehen konnte. Es war eine andre Sprache. Doch dann legte er auf.

‚Was oder wer war das? ‘, fragte sie sich

‚Merkwürdig. ‘ Später kam dann auch ihre Mutter. Jacky erzählte ihr von dem Gespräch, aber sie meinte nur:

„Bestimmt verwählt.“ Jacky konnte es nicht glauben, ihre Mutter hatte ein zittern in der Stimme. Jedoch hakte sie nicht nach. Es gäbe wieder Ärger. Die Sprache hätte theoretisch die Sprache seien können, wie die auf den Blatt. Also wahrscheinlich Arabisch.

„Das bringt mich jetzt aber auch nicht weiter.“ Murmelte sie so leise, das ihre Mutter sie nicht hörte, denn sie saß neben ihr. Jacky stand von dem ledernen Sofa auf und stapfte in den Flur, nahm sich ihre Jacke und sagte zur Verabschiedung:

„Ich geh zu Liza.“

 

Bei Liza angekommen holte Jacky das Blatt aus ihrer Hosentasche heraus und bügelte mit ihren Händen die falten glatt. Dann gab sie es Liza.

„Also. Ich hatte heute ein Anruf auf einer ganz andren Sprache.“ Jacky schaute zu Liza rüber, die auf ihrem Bett saß und versuchte die Buchstaben zu entziffern (was ihr aber sicher nicht gelangte).

„Hmm komisch...“, Liza war immer noch auf die Buchstaben konzentriert.

„Meinst du, das ist wirklich Arabisch?“ Liza schaute vom Blatt weg zu Jacky.

„Ich hab keine Ahnung, jedenfalls nicht Deutsch.“ Jacky lächelte zu Liza hinüber.

„Wenn es wirklich Arabisch ist, meine Mum kann Arabisch. Weißt du noch, damals als ich zwei Wochen bei dir war, weil meine Mum Geschäfte in Arabien erledigen musste. Und dafür hatte sie doch auch Arabisch gelernt!“ Liza legte das Blatt beiseite und lief in Richtung Tür, um ihre Mum zu holen. Kurzdarauf war sie mit ihrer Mutter auch wieder da.

„Also Mum, kannst du noch Arabisch?“  fragte Liza ihre Mum. Sie nickte.

„Also, kannst du uns dann auch das übersetzten?“ wieder nickte ihre Mum und blickte auf das Blatt.

„Ähm Liza, Jacky was ist das? Bevor ich euch es auf Deutsch sage muss ich es wissen.“ Sie blickte skeptisch die Mädchen an.

„Das glaube ich, ist ein Hinweis auf den Mörder...“ antwortete Jacky.

„...achso, ähmm da steht...“

 

 

„Los sag schon!“ forderte Liza ihre Mutter auf.

„Ach jetzt egal! Also erstmal ist das ein Brief von einen Arabischen Gericht.“

„Und? Was steht drinnen?“ Jacky war nervös, ein Brief von einen Arabischen Gericht. Hallo?! Wie kommt der in ihr Haus?!

„Er ist Adressiert an eine Tascha Montgomery, ich gehe davon aus, es ist deine Mum Jacky. Also drinnen steht:  Für eine übers Internet geschriebene  Morddrohung gegen Ôla Reza auf Bewehrung für 3 Monate...“

„Wer zum Teufel ist Ôla Reza?“ fragten Liza und Jacky gleichzeitig.

„Keine Ahnung, aber ihr könnt ihn doch mal googlen.“ Schlug Lizas Mutter vor. Sie setzten sich alle drei vor Lizas Laptop, die direkt schon am googlen war. Und da hatte Liza auch schon was herausgefunden. Ôla Reza war ein Mehrfachmörder. Aber wieso droht sie einen, wie sie fanden wildfremden Mann? Was hatte er mit Jackys Mutter zu tun?

„Ein Mehrfach Mörder, das ich nicht lache. Der müsste doch im Gefängnis sitzen!“ wütend schaute Liza Jacky und ihre Mutter an.

„Sitzt er bestimmt auch. Wahrscheinlich hatte sie es irgendwo öffentlich hingeschrieben.“ Jacky zitterte, jetzt noch ein mehrfacher Mörder, mit dem ihre Mutter zu tun hatte.

„Was, wenn er der Mörder ist?“

„Liza, schon mal nachgedacht, ein Mörder sitzt im Gefängnis, dieser sicherlich such.“ Ihre Mutter lief dann die Zimmertür raus.

„Na toll!“ meinte Jacky und lief ebenfalls Richtung Tür.

„Wir können doch noch weiter googlen!“ rief Liza.

„Sorry, ich muss jetzt erst mal meine Mutter durchlöchern.“ Und dann war Jacky verschwunden.

 

 

Jacky lief und lief und lief, bis sie das kleine Haus in der Maple-Stell st. Findet. Man sah, es wurde lange, wirklich lange nicht mehr gestrichen. Die Farbe war ziemlich verdreckt. Und auch die Fenster waren wirklich nicht die neusten. Dir Tür ging schon auf, bevor Jacky ihren Schlüssel zückte. Da in der Tür stand auch schon die rothaarige Tascha Montgomery, die vor Aufregung fast rauchte.

„Jacky Montgomery, habe ich dich zum Klauen aufgezogen?!“, Jacky wusste nicht wovon sie redete, bis sie sagte:

„Wo ist das Arabische Formular?!“ bevor sie etwas noch sagen könnte hatte Jacky schon erfreut gesagt:

„Ahja, dein Arabisches Formular? Hmm, das vom Gericht mit der Morddrohung gegen Ôla Reza?“

„Ähmm, ja nein, ach du weißt es ja eh schon!“ sauer stand sie vor Jacky und wartete bis sie ihr das Blatt gab.

„Hmm. Sekunde, ich glaube es ist... Ahh Hier. Schau!“ sie gab ihr das Blatt und lief geradezu in die offen stehende Tür, bog ab ins Wohnzimmer und setzte sich erst mal auf die Couch.

„Wer zum Teufel ist Ôla Reza?!“ sie schaute ihre Mutter skeptisch an.

„Er ist ein Bekannter von mir...“ sollte Jacky das glauben?

„Wieso kennst du einen Mehrfach Mörder aus Arabien?!“

„Als ich, ähmm genau“, sie zählte die Jahre zurück

„Ich glaube, als ich 21 war, war ich in Arabien!“

„Ahja, du hattest ihn dann zufällig getroffen?“

„Ja, ich war 2 Jahre dort und hab mit ihm in derselben Firma gejobbt. Und als er dann am Arbeitsplatzt rauchte hab ich es den Chef gesagt. Darauf ist er dann geflogen. Rauchen war bei uns nämlich strengstens verboten.“ Das alles klang sehr glaubwürdig. Und dann ließ Jacky ihre Mutter auch in Ruhe.

 

Der Tag war nun wieder bald zuende. Dort draußen hörte man das laute, schaurige Gewitter, das viele Bäume der Umgebung einfach so umfallen ließ. Viele Blitze folgten direkt nach einander, und das schon die ganzen langen Minuten lang. Jacky lag auf ihren Bett, eingekuschelt in ihrer Bettdecke, am überlegen, was es sich mit Ôla Reza auf sich hatte. Anscheind hatte ihre Mutter wohl doch Recht. Es würde genau passen: gefeuert wegen Mum, hasst Mum anscheind, und dadurch Kriminell geworden... Doch ihr lag immer noch die Sache mit ihren Dad im Magen. War sie nun nur noch von Kriminellen umgeben? Hmm, Hauptsache ihre Mum bleibt noch ganz nochmal. Aber sie war ja auf Bewährung für 3 Monate... Naja, alles wird doch ein Ende nehmen? Oder? Es war die grausamste Zeit Jackys leben. Immer nur stress. Und wenn sie dann erstmal noch an Paris denken würde. Dort war es aber irgendwie doch schöner. Naja, nun lag sie in ihrem Bett, schaute die Decke an und dachte nach.

„Alles wird ein Ende nehmen.“ Flüsterte sie sich dann zu und drehte sich um. Wenigstens hatte sie noch Liza. Aber nun, was soll es? Sie machte ihre Nachttischlampe aus und versuchte zu schlafen, und den Lärm der Blitze und Donner zu überhören mit ihren Ohrenstöpseln. Leise summte sie ein Lied und fiel in einen tiefen Schlaf. Das Gewitter wurde leiser und die Nacht dunkler. Wie in einem Märchen.

 

Leise begann der Tag, es war noch früh. Die Uhr tickte und tickte und tickte. Jacky wachte auf. Sie knipste ihre Nachttischlampe an und schaute auf die Uhr. Es war halb 6. Sie hörte Wölfe jaulen. War auch kein Wunder, denn das Haus stand ziemlich nahe des Waldes. Langsam wurde es hell draußen und die Morgensonne ging auf. Jacky streckte sich, stand auf und nahm ihren Laptop vom Schreibtisch. Sie legte sich wieder ins Bett und knipste die Nachtischlampe aus. Sie schaute auf die Homepage des BBC’s und klickte auf das Thema „Mord Maple-Stell st.15“. Sie rollte optimistisch bis zu den Artikel vom 16. Dezember. Dort fand sie die Worte wie ‚Neuer Verdacht‘ wie auch ‚Hat Ôla Reza etwas damit zutun? ‘

Anscheind hatten die Journalisten schon davon Wind bekommen.

„Hallo Jacky, schon wach?“ ihre Mutter kam ins Zimmer geschlichen.

„Ja“ gab Jacky ihrer Mutter zurück.

„Na dann, aufstehen.“ Lächelte sie ihr rüber.

„Jaja.“ Gab Jacky kalt zurück, warf ihre Bettdecke beiseite und stand mit einen Gähnen auf.

„Was‘ jetzt mit diesen Ôla Dingsbums?“

„Hmm, was soll mit ihm sein?“ ihre Mutter schaute zu ihr rüber.

„Hat nicht er eventuell etwas mit den Morden zutun?“

„Hmm, hab auch schon überlegt. Aber er wohnt in Arabien.“

„stimmt...“ schnaufte Jacky leise.

 

 

„Viertel vor acht, heute die Sonderausgabe der Narichten mit den Morden in der Maple-Stell st.15.

Wir haben heute für sie ein Ferninterview mit Jacky Montgomery.“ Ja genau. Jacky hat heute ein Ferninterview.

„Man, Mum ich bin aufgeregt. Stell dir vor ich verplappere mich. Das wäre ja echt peinlich. Es ist ja alles LIVE!!!“

„Jacky, komm runter. Mein Interview war auch live. Und ich hab mich blamiert. Hmm- das wohl auch der Grund wieso die nicht mit mir des machen wollen. Aber Jacky, du packst das.“ Ihre Mutter sprach ihr noch eine gefüllte Stunde Mut zu.

„Jaja Mum, gleich rufen sie an.“ Jacky zitterte spürbar am ganzen Leib. Gleich würde man ihre Stimme in tausenden oder gar Millionen von Fernseher hören. Okay, Jacky wusste sie war noch nie gut im Schätzen. Aber gleich beginnt das Interview.

„Ring ring“ machte das Telefon- Es klingelte.

„Guten Tag, spreche ich dort mit Jacky Montgomery?“

„Ähmm, ja genau da-as tuen sie.“ Sie lächelte, vor Peinlichkeit.

„Gut. Also was oder wie wollen sie nun vorgehen den Täter zu finden? Oder haben sie einen Auftrag abgeben?“

Jacky wusste nicht was sie den Mann sagen sollte. Es war ihr peinlich lange zu überlegen, deswegen sagte sie:

„Hmm, schwierig. Ich möchte selber Vorgehen mit meiner Freundin. Jedoch sucht eine Firma mit uns, weil wir sowieso nicht den Täter ausfindig machen können. Aber jede Hilfe ist wichtig.“ Wieder lächelte sie. Aber diesmal aus stolz. Ihre Mutter zeigte i zwei Daumen nach oben um ihr Mut zu zusprechen (nur ohne Worte).

„Das ist ja Interessant. Aber dürfen wir die Daten dieser Firma wissen?“

„Ähmm...“, Jacky zitterte „...Nein...“

„...Naja ok. Was wir noch wissen wollen ist, ob sie Angst haben oder angespannt wegen dieser Situation sind.“

„Teilweise beides. Also Angst jetzt nicht dermaßen, aber ich bin auch total angespannt jetzt.“

„Okay, dann Danke für das Interview...“ Er faselte jetzt noch mit anderen Leuten über dieses Thema. Aber Jacky war erstmals froh ihr erstes Interview hinter ihr zuhaben.

„Das hast du gut gemacht“ meinte ihre Mum. Aber Jacky bekam sofort danach wieder ein Anruf.

„Jacky?“ Es war Liza. Jacky musste lachen. Liza, die die ihr immer und ewig beistand.

„Ja?“ fragte Jacky.

„Du warst toll!“

„Danke, aber es gibt gleich Torte. Keine Ahnung wieso, aber komm doch zu mir.“ Schlug Jacky kurzer Hand vor.

„Würd ich gern... Aber, ach egal, ich komme dann gleich, okay?“

„Ja klar“ Sie legten auf.

 

 

 

 

 

Plötzliches Verschwinden

 

Nun war wieder eine Woche zuhause vorbei. Es kam Jacky viel länger vor, mindestens ein Monat. Aber wie gesagt, Jacky konnte noch die gut schätzen. Jacky war gerade, wie des öfterens bei Liza, ihrer besten Freundin. Sie hat so ein großes Zimmer, naja eigentlich ein ganzes Stockwerk und bei ihr waren alle Sorgen immer wie weg, bis sie über das Thema redeten.

„Na Jacky, du hast das wirklich gut gemacht. Ich mein das Interview.“ Sie traf auf Lizas Mutter die ihr zuzwinkerte, was so viel bedeutete wie: Liza hatte die ganze Zeit nur gestottert, oder ähnliches. Sie liefen in das 3te Stockwerk, dann in Lizas Zimmer. Es war heute mal ausnahmsweise aufgeräumt (nicht so wie sonst). Ihr Zimmer hatte abwechselnd weiß und gelbe Wände. Der Teppichboden war weiß und sehr flauschig.

 

Später war Jacky wieder zuhause. Ihre Mum wartete schon lange auf Jacky im Wohnzimmer.

„Jacky, wir müssen reden.“ deutete ihre Mutter an.

„Okay“ fragte Jacky.

„Er, ähmm er wohnt nun in Buckeye.“ Buckeye ist eine Stadt, die auch nahe Beverly Hills liegt.

„Ähmm, wer ‚Er‘?“

„Na er. Ôla Reza.“

„Achso, also wo wohnt er noch?“

„Buckeye. Das ist hier in der Nähe.“

„Also, wo hast du das gelesen, dass er hier Wohnt?“

„In so einer Zeitschrift.“

„Achso...“

„...Ja.“

„Aber er müsste doch ins Gefängnis?“

„Das auch...“

„Und was noch?“

„Ach nix...“

„naja, dann geh ich mal hoch.“ Jacky lief hoch in ihr Zimmer und setzte sich auf ihr Bett. Sie wartete Fünf Minuten und ging dann schlafen. Sie überlegte noch lange und schlief dann ein. Sie träumte, aber nichts Gutes.

 

„Wieder ein Mord in der Maple-Stell st.15.“ Jacky hörte Radio-Narichten. Es war nämlich mal wieder eine Sonderausgabe von so einem Sender. Doch dann klingelte mal wieder das Telefon. Ihre Mutter ging ran. Jacky öffnete ihre Tür einen Spalt und lauschte. Denn Jacky konnte kein Wort verstehen. Es war wohl Arabisch. Vielleicht ja dieser Typ. Das Gespräch wurde beendet.

„Mum?“

„Hmm- Was?“

„Ähmm, was war ‘n das?“

„Was?“

„Das Gespräch?“

„Welches- Ahja das. Ähmm das war ein Gespräch mit BBC.“

„Achja, und das auf Arabisch?!“

„Ähmm nein!“

„Hallo, ich bin nicht dumm! Das war jedenfalls kein Deutsch!“

„Ahja, was denn?“

„Arabisch!“

„Oh, ähmm...“

„...Los, rück mit der Wahrheit raus!“

„Das, das war...“

„Wer?“

„Ôla Reza“

„Wieso?!“

„Ja, ich hab mit ihm noch Kontakt, aber nur wegen dem Prozess!“

„Immer wird man belogen...“ enttäuscht von ihrer Mutter lief Jacky Tränen in den Augen in ihr Zimmer.

„Ring ring“ Das Telefon klingele wieder.

„Hallo?“ Es war wieder Ôla Reza. Deshalb redete sie gleich wieder Arabisch mit ihm. Es klang aber alles sehr vertraut...

 

„Mum“ Jacky stand in der Küche, neben ihrer Mutter, die gerade einen Apfel schälte.

„Was, Jacky?“ sie legte das Messer beiseite und nahm sich ein Apfelstück.

„Wer wird hier eigentlich ermordet? Oder wieso genau bei uns?“

„Jacky, als wenn ich das wüsste. Schau dir doch mal die Sterbeanzeigen an, vielleicht steht dort drinnen ‚gemordet in der Maple-Stell st.15‘ oder was weiß ich.“ Es hörte sich sehr Ironisch an, doch Jacky fand es keine schlechte Idee.

„Stimmt, das könnte ich machen.“ Jacky nahm sich auch ein Stück Apfel und holte dann die Zeitung an den Tisch. Dabei wäre ihrer Mutter fast der Apfel aus dem Mund gefallen.

„Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?!“

„Doch klar... Schau mal: Zoe Drake, gestorben am 12.Dezember. Warte mal, wenn ich mich genau erinnere war sie mal in meiner Klasse.“

„Oh Jacky, sie konnte eine Krankheit gehabt haben, von einem Auto überfahren worden sein und noch mehr.“

„Ja, und noch mehr, wie zum Beispiel ermordet worden sein.“ Jacky nahm sich die Fernbedienung und drückte auf den roten, runden Knopf. Wieder lief eine Extra Show, über die Morde.

„Heute mit Han Drake...“ ihre Mutter kam zu Jacky, nahm ihr die Bedienung aus der Hand und schaltete aus.

„Hast du das gehört? Mit den Vater von Zoe Drake!“

„Das kann auch jeder anderes gewesen sein!“

„Hmm- Komischer Zufall!“

 

Der darauf folgende Tag lief wie folgt ab: Ärger! Und das, natürlich wegen diesen ganzen Thema, den Mord, Ôla Reza und Zoe Drake. Auch Liza konnte Jacky heute nicht erreichen, dabei war sie doch immer so zuverlässig. Auf Jackys Mutter aber war gar nicht gut zu sprechen. Wer weiß, was mit der schon wieder los war.  Ihr kam aber heute alles viel merkwürdiger es vor, als sonst. Klar, Psycho Gelaber. Man kann etwas immer komischer finden als sonst. Was auch immer passieren wird, Jacky war auf alles vorbereitet. Doch wohl fehlte ihr Liza, die seit heute Morgen nicht an ihr Handy ging. Natürlich könnte sie auch bei Lizas Eltern anrufen, doch Liza wird sich sicher melden, wenn sie wieder da ist. Das hat Jacky gedacht, denn als sie auf ihr Handy sah als es läutete war es nur Family Rowe. Lizas Eltern.

„Weißt du zufällig wo Liza ist?!“, Es war Lizas Mum, die so aufgebracht schrie.

„Gestern nach einem lautstarken Streit hat sie sich in ihr Zimmer eingeschlossen und seitdem haben wir sie nicht mehr gesehen... Mensch Jacky, ich mach mir solche Vorwürfe!“

„Sorry, Miss. Aber bei mir hat sie sich auch noch nicht gemeldet beziehungsweise rangegangen. Ich hab sie schon ‘zigmal angerufen.“ Jacky runzelte sich. Liza hat sich weder bei ihren Eltern noch bei Jacky gemeldet.

„Oh- Na gut, aber wenn du was von ihr hörst informier mich.“

„Klar, mach ich.“

„Danke Jacky, auf dich ist Verlass.“ Und dann legten sie auf.

‚Mist. Was ist mit Liza? Ich hoffe sie meldet sich bei mir, oder bei ihrer Mum. Wo kann sie sein? Einfach weg...‘ Jacky nahm sich ein Taschentuch und schnäuzte herein...

 

...“Ring ring“  Jacky saß auf ihren Schreibtischstuhl und malte Skizzen. Sie lief in den Flur und nahm das Telefon. Es meldete sich nicht Liza, sondern Lizas Mutter.

„Hallo Jacky. Ich bin es Lizas Mutter. Mittlerweile sind wir in Lizas Zimmer reingekommen, doch da war Liza nicht! Wo kann sie nur sein?!“

„Oh. Du arme. Ich denke Liza wird bestimmt bald zurückkommen. Naja, hoffe ich...“

„...Gibt es denn schon wenigstens bei euch Hinweise auf mögliche Mörder?“

„Nein, leider auch nicht. Aber meine Mum sagte Ôla Reza... Dieser wegen der Anklage, weißt du noch? ... wohnt nun angeblich in Buckeye.“

„Ohje. Ich muss weg. Ich wünsch dir noch eine gute Nacht, und dann Tschüss.“

„Tschüss...“ Jacky kratzte sich am Kopf.

‚Lizas Zimmer war nun wieder aufgeschlossen, wieso haben sie dann nicht eventuell das Zimmer auf den Kopf gestellt und nach Hinweisen gesucht, wo sie nun ist? ‘ Sie stellte das Telefon zurück in den Ständer und schlich langsam in die Küche (es war erst um sieben), wo sie sich ein Müsli zubereitete. Setzte sich damit an den Küchentisch und dachte wieder einmal nach.

‚Wenn Liza entführt worden ist, oder noch schlimmer?! ‘ Jacky mochte sich nicht ausmalen, was mit Liza gerade passiert. Aber sie mochte auch lieber die Morde aufgeklärt haben. Sie hörte ein leises krachen. Ihre Mutter stand anscheint auf. Doch dann roch sie etwas Schimmeliges...

 

...Jacky streckte sich und fragte sich, wie sie einfach so einschlafen kann. Aber nein, sie war nicht am Küchentisch. Sondern sie war im Krankenhaus.

‚Wie verdammt komm‘ ich hierher? ‘ sie trug gewöhnliche Krankenhauskleider mit Blumenmotiven und aufgesteckten Buchstaben, die der Klinik verraten. Sie sah die Grasgrünen Wände und die grauweißen Fließen. Neben dem Bett stand ein kleiner Nachtisch, mit einer Tulpe und einen Brief. Sie nahm den Brief und als sie den Absender ‚Tascha Montgomery‘ sah, wusste sie er war für sie. Und so rieß sie den Umschlag auf und nahm eine Karte mit einem Schweinchen drauf heraus.

„Liebe Jacky,

Als ich aufgewacht bin und in die Küche lief lagst du mit deinen Kopf auf den Tisch. Deine Augen waren zu. Ich hatte Angst, und rief deshalb den Krankenwagen. Zum Glück stellte sich raus, das du nur eine leichte schimmelvergiftung hast. Schimmelvergiftungen kommen, wenn man etwas Schimmeliges isst. Nach ein paar Wochen kannst du wieder aus dem Krankenhaus raus. Jedoch brauchst du aber nun Tabletten, die deine Blutwerte stabilisieren. Und zwar dein Leben lang. Das alles hat mit dein Doktor erzählt. Ich wünsche dir gute Besserung und komm‘ dich bald besuchen.“

„Ohje, eine Schimmelvergiftung. Was mag das nur heißen?“ sie setzte sich aufrecht und ihr Blick fiel wieder auf den Tisch. Dort stand ein Wasserglas. Sie nahm sich vorsichtig das Glas und trank ein schluck. Es schmeckte salzig. Es kam ein gutbehaarter Mann in das Zimmer. Es war der Arzt.

„Na Jacky, wie geht es dir heute?“ Der Behaarte Mann nahm sich ein Stuhl und setze sich zu Jacky an ihr Bett.

‚O mein Gott, er kennt meinen Name. ‘ dachte Jacky, aber dann wurde ihr klar, dass sie schon seit mindestens gestern hier war.

„Ähmm, ganz gut. Das Wasser schmeckt irgendwie gesalzen...“ war das freundlich, gleich sich zu beschweren?

„Ja, Salz ist gut für Menschen, die eine Schimmelvergiftung haben.“ Er stand auf und nahm das Glas um es zu füllen.

 

„Ein 14jähriges Mädchen aus Buckeye wurde entführt. Ihre Eltern sagten: ‚Nach einen heftigen Streit mit uns schloss sie sich in ihr Zimmer ein, kam bis heute aber nicht heraus. Jedoch haben wir einen Ersatz Schlüssel für die Tür gehabt und als wie sie dann aufschlossen war niemand im Zimmer. Nur das Fenster war aufgelassen worden. ‘  Brenden Jones steht nun am Tatort. Was meinen sie dazu?“

„Nun Mr. Evans, wie sie sehen wird gerade der Tatort von der Polizei nachgemessen. Nachher machen sie dann noch Proben, von den Fensterrahmen, sie schauen dann ob sie die Spuren der Finger lesen können. Ein schlauer Einbrecher beziehungsweise Kidnapper zieht natürlich Handschuhe an. Wir hoffen dieser nicht.“  Jackys Mutter war auf dem Sofa und las ein Buch, als sie jedoch das hörte wurde sie hellwach und rief Jacky nach unten. Dann kam sie auch schon. Einfach geradeaus und dann eine Tür links. Sie schaute ihre Mutter verdutzt an. Ihre Mutter legte dann das Buch weg und klopfte auf den Platz neben sich (was bedeutete, sie solle platznehmen). Dies verunsicherte Jacky noch mehr, doch dann lies sie sich aufs Sofa fallen.

„Jacky. Liza wohnt doch in Buckeye, oder?“ Jacky saß stumm und erstarrt neben ihrer Mutter. Sie wisch ihre Haare aus dem Gesicht und gab dann zu:

„Ja, Liza wohnt in Buckeye. Wieso?“

„Hmm, hier war eben bei den Narichten über ein gekidnapptes Kind aus Buckeye und du hattest mit doch mal erzählt, Liza sei verschwunden...“

„Oh –Ja, das kann nur Liza sein. Haben sie denn schon den Täter gefasst?!“

„Nein, sie machen nun Fingerabdrücken-proben. Aber professionelle Kidnapper ziehen ja wohl Handschuhe an.“ Sie führte ihre Hand wieder zum Buch und schlug die Seite mit dem Lesezeichen auf, während Jacky weiterhin zitterte und vor sich hin starrte. Der Fernsehmoderator lief aus dem Studio und die Wetterkarte wurde angezeigt. Sonne, dann am nächsten Tag soll der Tief Edward kommen. Alles waren schlechte Aussichten, bis es an der Haustür klingelte...

 

...Jacky machte auf. Sie sah zwei Männer in Uniform mit Pistolen am Gürtel. Sie kratzte sich am Kopf. „Wir sind von der Polizei. Wir haben zu Ohren bekommen ihr würdet Leichen im Haus verstecken.“ „Da-Da-Das kann nicht sein.“, Jackys Stimme zitterte. Sie musterte noch einmal die Männer und äußerte sich: „Ähm, wir haben nichts zu verbergen, sie können gerne rein.“ Die Männer nickten sich gegenseitig an und betraten das Haus. Sie nickten sich wieder gegenseitig an und liefen in die Küche, wo Jackys Mutter saß. „Ähhh-...“ sie lief zu Jacky und zerrte sie mit in den Flur. „Was zum Teufel wollen die hier?!“ fragte sie leise. „Mum, jemand hat gesagt wir würden Leichen verstecken. Und so müssen sie danach nachgehen und eine Hausdurchsuchung machen.“ Jacky drehte sich wieder in Richtung Küche, aber ihre Mutter hielt sie fest. „Du gehst jetzt aber erstmals auf dein Zimmer!“ „Aber Mum, ich will doch die Testergebnisse wissen!“ „Die wirst du dann auch.“ Zornig standen Mutter und Tochter gegenüber. „Ich will aber dabei sein!“ „Nein!“ Einer der beiden Polizisten kam aus der Küche und schaute nach, wieso sie so ein lärm machten. „Sir, es ist alles in Ordnung“ versuchte Jackys Mutter ihn zu beruhigen. Aber Jacky platzte dann der Kragen und lief geradezu in die Küche. „Jacky bleib!“, Jacky blieb stumm, bis ein zweites schreien ertönte „Jacky, geh jetzt auf dein Zimmer! Sofort!“ „Nein.“ Protestierte sie weiter, bis der Polizist ihrer Mutter zustimmte. Jacky schlenderte die Treppe hoch, in ihr Zimmer und schmiss die Tür zu. Nach dann, gefühlter 2 Stunden hörte sie einen Schrei ihrer Mutter. „Was zum... Hat sie etwa eine Leiche versteckt, und die Polizisten haben sie entdeckt?“ Jacky machte sich auf den Weg zur Tür und lauschte. Sie hörte nichts weiter, deswegen drückte sie vorsichtig dir Türklinge runter und schlich hinaus. Sie hörte wieder etwas. Diesmal wie die Polizisten zu ihrer Mutter sagten, dass sie die Untersuchung hiermit beenden, aber dieses Formular mitnehmen mussten. „Mist, welches Formular?“ Jacky sah, wie der eine Polizist mit seinen worki-torki etwas berichtete. Der eine, der beiden Männer steckte sich den Zettel in seine Jackentasche und öffnete die Tür. „Auf wiedersehn.“ und die beiden Männer waren dann weg.